Wat Thai Berlin
27 Januar 2017

Thailand ist ein buddhistisches Land, rund 94 Prozent der Bevölkerung glauben an den Buddhismus. In der westlichen Welt war der Buddhismus lange Zeit nur als Element esoterischer Lebenshaltungen bekannt und wurde in diesem Zusammen- hang in Europa und den USA auch vermarktet. In den vergangenen Jahren hat sich neben der esoterischen Adaption des Buddhismus im Zuge der Migrationsbewegungen auch der aus Thailand stammende Buddhismus, die thailändische Ausprägung sehr stark ausgebreitet und ist vor allem in Ballungsräumen auch gut (selbst-)organisiert und als Religion etabliert. So bildeten sich am Rande Berlins in den 90er Jahren sogenannte „Wat`s“. Das sind nach thailändischen Regeln geführte Tempel, die von der aus Thailand stammenden Bevölkerung zum Beten, Essen, Meditieren und als sozialer Treffpunkt genützt werden. Die Wat`s werden von Mönchen und Nonnen geführt, die fest in diesen Zentren leben und für den Betrieb und die Instandhaltung verantwortlich sind. Diese Zentren finanzieren sich durch Spenden der Gemeinde. Ich habe festzuhalten versucht, wie die aus Thailand stammenden Mönche und Nonnen dieser Zentren sich in ihrem Berliner Umfeld zurechtfinden und wie sie zwischen den Jahrtausende alten tradierten Regeln des Buddhismus und den modernen Gegebenheiten in Berlin und der westlichen Welt leben. Ziel ist es, dass meine Bilder einen Einblick in den Buddhismus und das Leben der buddhistischen Nonnen und Mönche in Deutschland geben. Interessanterweise sind die beiden Kulturen nicht unvereinbar. Oft fusionieren diese zwei Kulturen und entwickeln eine Art eigenen Kulturraum.